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Große Freude im Senegal: Vor wenigen Tagen konnte dank großzügiger Unterstützung der KLB und der Diözese Würzburg ein grundlegend sanierter Anti-Salz-Damm eingeweiht werden.

Sogar Bischof Martin Boucar Tine war aus Kaolack in das kleine Dorf Boly gekommen, um mit den Menschen zu feiern. Denn gerade noch rechtzeitig vor der Regenzeit konnte der Damm fertig gestellt werden, der die Reisfelder von rund 60 Bauernfamilien aus dem Ort vor dem Salzwasser aus einem weit ins Landesinnere reichenden Meeresarm schützt.

Im Februar 2019 hatte eine sechsköpfige Delegation der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) auf einer Rundreise durch die Partnerdiözese Kaolack auch die Bauern in Boly besucht. Die 135 Hektar große Ackerfläche, die die Lebensgrundlage des Dorfes sichert, war vom Salzwasser bedroht. Grund: der 400 Meter lange und bis zu 1,5 Meter hohe Schutzdamm war an etlichen Stellen zerstört und die Bauern hatten kein Geld, um ihn sanieren zu lassen. Und ist der Boden erst einmal versalzt, dann ist auf Jahre kein Reisanbau mehr möglich.

Mit dabei war auch KLB-Diözesanvorsitzender Gerd Schneider (Euerfeld). Er war ebenso wie die anderen Teilnehmer dieser Partnerschaftsreise tief von der Not der Menschen in Boly bewegt. So war man sich rasch einig, dass schnelle Hilfe nötig ist. Doch die notwendige Summe von 30.000 Euro konnte nicht über die sonst in den Senegal fließenden Spenden finanziert werden. So machte sich Schneider unterstützt von Diözesan-Landvolksseelsorger Wolfgang Scharl und anderen Teilnehmern daran, Spenden für dieses Projekt zusammen zu tragen.  

Derweil liefen auch im Senegal die Bemühungen auf Hochtouren, das Projekt zügig zu realisieren. Bischof Martin wurde eingehend informiert und die Behörden eingeschaltet. „Angesichts der Bedeutung des Damms für die Bevölkerung und den Naturschutz befürworten wir seine Finanzierung“, teilte Abbé Pascal Sene, Partnerschaftsbeauftragter im Bistum Kaolack, am 10. April, in einer Mail an Wolfgang Scharl mit. Zugleich übermittelte er die Baugenehmigung, die der  Bürgermeister der zuständigen Gemeinde Djilor, Lansano Sano, unterzeichnet hat.

Inzwischen hatte Schneider die Ärmel hochgekrempelt, ein Prospekt wurde erstellt und die Werbetrommel kräftig für das Projekt gerührt – und das nicht vergebens. Drei Großspenden von Privatleuten, zwei davon in Höhe von 5000 Euro, freuten ihn ebenso wie die vielen anderen Spenden, die eingingen. Auch die Diözese Würzburg zeigte sich großzügig und gab 12.000 Euro für die Sanierung des Damms. „Im Namen des Bischofs und aller Mitglieder des Partnerschaftskomitees übermittle ich euch unser Dankeschön, das von ganzem Herzen kommt“, schrieb Abbé Pascal Sene.

Die Partnerschaft der KLB Würzburg mit der Diözese Kaolack besteht seit 1981. Alle zwei Jahre fährt eine Delegation des Landvolks Würzburg in den Senegal. Zudem kommen jedes Jahr Gäste aus dem Senegal nach Unterfranken. Wer ihnen begegnen möchte, der hat beim Senegal-Begegnungsabend in Gaurettersheim am Mittwoch, 21. August, dazu Gelegenheit. Anmeldung bitte bis Freitag, 16. August, an die KLB-Diözesanstelle, Tel.: 0931 386-63721, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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