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Die gespendeten 36.000 Euro schenken Tausenden von Menschen in unserer Partnerdiözese Kaolack Hoffnung, die von der Dürre und Corona-Pandemie besonders betroffenen sind.

Strahlende Gesichter gab es bei vielen von Armut und Hunger gebeutelten Menschen im Senegal, denen Spenderinnen und Spender aus der Diözese Würzburg großherzig geholfen haben. Unter dem Motto „Nothilfe Senegal“ hat die Katholische Landvolkbewegung (KLB) Ende April zu Spenden aufgerufen, bis heute ist die stolze Summe von über 36.000 Euro zusammen gekommen. Damit konnte die Caritas in der Diözese Kaolack rund 5000 bis 6000 Menschen mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln versorgen.

Die Hilfsmittel gingen an besonders von Dürre und Quarantäne-Maßnahmen betroffene Dörfer im Norden der KLB-Partnerdiözese. Dort hatte die Katastrophe vor einem Jahr ihren Anfang genommen, als im Senegal der Regen ausblieb und vielerorts die Ernte verdorrte. Dem drohenden Hunger folgte heuer die Corona-Pandemie. Von Covid-19 sind insbesondere das Departement Nioro und die Gemeinde Kahone betroffen. Dort sind die Bewegungsmöglichkeiten stark eingeschränkt, lebenswichtige lokale Märkte wurden geschlossen, was die Not der Menschen noch vergrößerte.

Weitere Spendengelder wurden dazu verwendet, an Covid-19 erkrankte Kinder aus armen Familien, die im Hospital von Kaolack behandelt werden, mit Mineralwasser, Früchten und Windeln zu versorgen. Inzwischen konnten einige der Kinder geheilt entlassen werden. Zudem gab es Hilfe für fünf Familien in Mbar, die durch einen Brand ihre Hütten und das gesamte Saatgut für die nächste Aussaat verloren hatten. In dieser Region sollen in den nächsten Tagen nochmals 450 Haushalte mit Hilfsgütern versorgt werden.

Abbé Etienne Ndéné Ndong, Direktor des Diözesan-Caritasverbands Kaolack, bedankte sich für die „großzügige Unterstützung, die die KLB Würzburg den verletzlichen, gefährdeten und stark betroffenen Haushalten gewährt hat“, heißt es dazu in einem von Landvolkseelsorger Wolfgang Scharl und dem KLB-Diözesanvorsitzenden Gerd Schneider (Euerfeld) unterzeichneten Dankbrief an die Spender.

„Wir waren absolut überrascht von der großen Spendenbereitschaft“, erklärte Schneider auf Anfrage ergänzend. Die KLB sei „froh und sehr dankbar“, denn man habe nicht damit gerechnet, dass so viel Geld zusammen komme. Er geht davon aus, dass sich die Menschen nicht zuletzt wegen der Corona-Pandemie hilfsbereiter und solidarischer zeigten. Nach seinen Worten sind viele Einzelspenden im „hohen dreistelligen Bereich“ eingegangen, die höchste Spende belief sich auf 5000 Euro. Alle eingegangenen Spenden gehen ohne Abzug direkt an die Caritas in Kaolack.

Schneider, der bereits mehrfach im Senegal war, will nun den Blick nach vorn richten. Im Auge hat er etwa ein nachhaltiges Rindermastprojekt. „Dieses Vorhaben soll später Gewinn abwerfen, derzeit geht es um eine Anschubfinanzierung“, erklärt der Diözesanvorsitzende. Dabei gibt er zu bedenken, dass das allgemeine Spendenaufkommen zurückgeht, weil viele Veranstaltungen wegen der Corona-Pandemie ausfallen mussten. Deshalb soll demnächst darüber nachgedacht werden, wie die zur Verfügung stehenden Mittel auf die laufenden Projekte verteilt werden.

Bilder: Etienne Ndéné Ndong

 

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