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Die erstmals per Videokonferenz durchgeführte Mitgliederversammlung der KLB Würzburg stieß auf große Resonanz.

Die Katholische Landvolkbewegung (KLB) Würzburg hat die Zeichen der Zeit erkannt und bietet mittlerweile etliche Veranstaltungen online an - und das mit Erfolg. So wurde nicht nur die Mitgliederversammlung am Donnerstag, 15. April, erstmals als Videokonferenz abgehalten, es gab auch verschiedene Online-Angebote wie den Frauenkreis, ein Krimidinner für Frauen, einen spirituellen Impuls am Palmsonntag oder eineinhalbtägige Exerzitien im Schweigen, die gut angenommen wurden. In ihrer Begrüßung freute sich denn auch die KLB-Diözesanvorsitzende Christine Taiber, dass sich zur virtuellen Diözesanversammlung mit über 25 KLBlern weit mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingeloggt hatten als zur ursprünglich geplanten Präsenzveranstaltung angemeldet waren.

Von „deutlich geringeren Einnahmen“ als im Vorjahr berichtete Rita Mergler-Spies, was sie vor allem auf die Haushaltssperre des Bistums zurückführte. Insgesamt weist der Haushalt für das Jahr 2020 Gesamterträge von rund 450 000 Euro aus, das sind rund 85 000 Euro mehr als 2019. Dies ist vor allem dadurch bedingt, dass 2020 erstmals die Spenden mit über 82 000 Euro in den Etat aufgenommen wurden, erklärte die Geschäftsführende Bildungsreferentin. Nach Bereinigung aller Überträge aus den Vorjahren bleiben unter dem Strich rund 9000 Euro Verlust. Die Mitgliederzahl gab Mergler-Spies mit 401 an, das ist ein Rückgang um zwölf binnen Jahresfrist.

Von einer „erfolgreichen Partnerschaftsarbeit mit dem Senegal“ sprach Landvolkseelsorger Wolfgang Scharl. Er verwies nicht nur auf die hohe Summe von über 82 000 Euro an Spenden für verschiedene Hilfsprojekte. Auch Gelder von Missio München und aus dem Etat der Diözese Würzburg gingen 2020 in die Partnerdiözese Kaolack. Missio München gab 20 000 Euro für die „Nothilfe Senegal“, das Bistum unterstützt mit 4500 Euro ein Berufsbildungszentrum für junge Landwirte, die dort ausgebildet und anschließend weiter fachlich begleitet werden.

Im Herbst 2021 wird im Rahmen der Weltmissionswoche die 40jährige Partnerschaft der KLB Würzburg mit dem Senegal gefeiert, gab Maria Freitag vom AK Senegal bekannt. Dazu reist Bischof Martin Boucar Tine mit einer kleinen Delegation aus Kaolack an. Höhepunkt ist der Gottesdienst am Weltmissionssonntag, 24. Oktober, mit Würzburgs Bischof Dr. Franz Jung und weiteren Bischöfen aus dem Senegal im Würzburger Kiliansdom.
Ebenfalls im Zusammenhang mit dem Senegal standen die Osterkerzen-Aktionen in Euerfeld und Gaurettersheim. Dabei freute sich die Euerfelder KLB-Vorsitzende Claudia Mack über 130 mehr verkaufte Osterkerzen als im Vorjahr. Zudem kamen bei einer Palmkätzchen-Aktion am Palmsonntag nochmals 95 Euro an Spenden für den Senegal dazu.

In den letzten zwölf Monaten mussten viele Landvolk-Veranstaltungen coronabedingt ausfallen. Den größten Einschnitt gab es bei den Landfrauenbildungstagen, zu denen sonst bis zu 1000 Teilnehmerinnen kamen. Auch die 2021 als Ersatz geplanten Oasentage sind bislang ausgefallen. Die 2020 geplante Studienreise nach Rumänien wurde für 2021 erneut abgesagt.

Trotzdem gibt es umfangreiche Planungen für die nächsten Monate: So soll die nächste Exkursion „Zieh ins Land“ in Richtung Haßberge gehen und die „Land und Leute“-Studienreise hat Niederbayern zum Ziel. Der Arbeitskreis „Solidarität geht“ will sich im Rahmen des Projekts „Bis 30 auf 30“ in den nächsten Monaten mit dem Thema Ernährung befassen. „Wir sind auch offen für Leute, die noch mitmachen wollen“, betonte Annette Lörner vom AK.

Auch der AK „Glaub mal“ freut sich über neue Mitglieder, so Wolfgang Scharl. Die Überlegungen gehen hier von Maiandachten über spirituelle Wanderungen bis hin zu einer Rundreise zu Bildstöcken von Bruder Klaus im Bistum. Auch die Frauen planen Wanderungen, in die erstmals spirituelle Impulse eingebaut werden sollen. Im Juni soll es „Waldbaden“ im Gramschatzer Wald geben und für die nächste Zeit stehen Online-Veranstaltungen wie zwei Webinare zum Thema „Im Miteinander durch die Zeiten“ an.

mitglieder klb alleAuch wenn die Online-Veranstaltungen gut angenommen werden, brachten viele die Hoffnung zum Ausdruck, dass bald wieder Präsenz-Veranstaltungen stattfinden können. „Die Sehnsucht nach realen Treffen ist groß“, machte Barbara Düchs von der KLB Gaurettersheim deutlich. Daher hofft sie, dass der im Herbst 2020 vom Kreis Würzburg organisierte und dann ausgefallene LandTag mit Bischof Franz heuer nachgeholt werden kann; ebenso wie das Konzert zum 20jährigen Bestehen ihrer KLB-Ortsgruppe, das im Frühjahr 2020 coronabedingt ebenfalls nicht stattfinden konnte.

Nach Berichten über die Arbeit der KLB von der Bayern- bis zur Weltebene, vom Lernwerk Volksberg und von der Landjugend gab Wolfgang Scharl einen Überblick über den aktuellen Stand bei der Ländlichen Familienberatung (LFB). „Wir haben derzeit wenig Anfragen“, erklärte er. Die zwölf Ehrenamtlichen bieten Gespräche im Beratungsraum in Würzburg, per Telefon oder per Videoschalte an. Nur auf die Höfe gehen die Beraterinnen und Berater derzeit nicht.

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