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Über 30 Frauen kamen zur spirituellen Wanderung rund um den Sodenberg bei Hammelburg

Die wenigen Bänke vor der Sodenberg-Kapelle waren gut besetzt, als die über 30 Teilnehmerinnen an der spirituellen Tageswanderung dort Station machten. Unter der Leitung von Wanderführerin und Kunsttherapeutin Veronika Pierz hatten sie bis dahin bereits ein gutes Stück Weg durch die Vorrhön hinter sich. Gestartet war die Gruppe am Kloster Altstadt in Hammelburg. Jetzt hieß es erst mal durchschnaufen, körperlich wie seelisch. Neben Gebet und einem spirituellen Impuls wurden auch einige Lieder wie „Segne du Maria“ oder der Canon „Lobet und preist ihr Völker den Herrn“ gesungen, was allen sichtlich gut tat.

Das Jahresmotto der KLB-Frauenarbeit in diesem Jahr „Im Miteinander durch die Zeit“ erlebten die Frauen an diesem Tag hautnah. Und offenbar traf das Angebot den Wunsch vieler Frauen, gemeinsam in der Natur unterwegs sein, sich austauschen, aber auch schweigen können und ganz bei sich sein. Daneben bot die Landschaft immer wieder herrliche Ausblicke und an verschiedenen Stationen gab es Impulse, Meditationen und Gebete. Neben der Kapelle waren das imposante ehemalige Basaltwerk und das Gisela-Kreuz, das an eine tragische Liebesgeschichte von vor 1000 Jahren erinnert, Höhepunkte der Runde.

Manche der Teilnehmerinnen hatte die Wanderung körperlich etwas zugesetzt, zumal sie eine Stunde länger dauerte als ursprünglich geplant. So gingen am Ende auch die Meinungen darüber auseinander, ob der Weg wie angekündigt 10 oder 16 Kilometer lang war, wie manche mit ihrem Handy gemessen hatten. Doch all die Mühen und Debatten waren schnell vergessen, als am Abend der Marktplatz von Hammelburg zur letzten Rast einlud, wo sich die Frauen mit kühlen Getränken eindecken konnten und noch eine ganze Weile beieinander sitzen blieben.

„Es war lange unklar, ob die Wanderung überhaupt stattfinden kann“, erklärte die Organisatorin der Wanderung, Rita Mergler-Spies. Um so erfreuter war die KLB-Referentin, dass unter den über 30 Frauen aus dem Raum Bad Kissingen, Hammelburg, Main-Spessart und Würzburg auch viele waren, die bisher keinen Kontakt zum Landvolk hatten. „Die meisten Frauen kannten sich überhaupt nicht“, stellte sie fest.

„Die große Zahl an neuen Teilnehmerinnen belegt, dass solche Angebote gefragt sind“, ist sich Mergler-Spies sicher. „Natur, Gemeinschaft und Spiritualität sind es, wonach sich unsere Seele sehnt“. Das zeigte sich ihrer Einschätzung nach nicht zuletzt daran, dass am Ende viele Frauen Flyer mitgenommen und sich teils sogar zu anderen Veranstaltungen angemeldet haben.

Auf dem Programm für Frauen steht am 31. Juli ab 11 Uhr die fast schon legendäre Wanderung „Frauen on tour“, die diesmal durchs Höllental bei Schweinfurt führt und mit herrlichen Ausblicken auf den Main belohnt. Im Herbst gibt es am 16. September eine Kräuterführung in Winterhausen und im Oktober noch einmal eine spirituelle Halbtageswanderung für Frauen in Holzkirchen mit Besichtigung des Benediktushofs.

 

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