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Die Katholische Landvolkbewegung gestaltete die Eröffnung der deutschlandweiten Adveniat-Aktion im Bistum Würzburg mit

Am ersten Advents-Wochenende ist die deutschlandweite Weihnachtsaktion von Adveniat im Bistum Würzburg eröffnet worden. Unter dem Leitwort „ÜberLeben auf dem Land“ fanden neben einer Online-Auftaktveranstaltung mit verschiedenen Experten eine Aussendungsfeier in Würzburg sowie vier dezentrale Gottesdienste in der ganzen Diözese statt. Das Pontifikalamt mit Bischof Franz Jung in Hofheim hatte die Katholische Landvolkbewegung (KLB) mit vorbereitet und gestaltet. Auch an den anderen Veranstaltungen war die KLB beteiligt.

„Wer Amazonien zerstört, der zerstört die Welt“, betonte der Würzburger Bischof in der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Hofheim (Landkreis Haßberge). Die im Einklang mit der Schöpfung lebende Landbevölkerung sichere auch unser Überleben, sagte der Oberhirte im Blick auf das Amazonasgebiet und seine unersetzliche Funktion für das weltweite Klima. Er forderte „weltweite Gerechtigkeit, vor allem für die Menschen in Lateinamerika, denen das Land als Lebensgrundlage durch Enteignung oder Raubbau genommen wird.“

Zum Auftakt des Eröffnungs-Gottesdienstes trugen Landvolk-Mitglieder eine Maispflanze und das Adveniat-Tuch nach vorn, das über den Altar gebreitet wurde. Maximilian Ebert aus Stammheim (Landkreis Schweinfurt) schilderte die Herausforderungen des Lebens in einem Dorf. „Es gibt zu wenige Arbeitsplätze, Häuser stehen leer“, berichtete der junge Mann. Die politischen Rahmenbedingungen machten vielen bäuerlichen Familien das Leben schwer. Zur Gabenbereitung brachten drei Frauen aus den Reihen der KLB Erde, Mais und Wasser zum Altar. Am Ende verteilte das Landvolk Tütchen mit Maissamen an die Besucher, die sie selbst pflanzen können.

Bei der Auftaktveranstaltung in Würzburg kamen Experten aus verschiedenen Bereichen zu Wort, die online über Landwirtschaft, Klimawandel und Gesundheitsversorgung informierten. Bischof Bernardo Johannes Bahlmann aus Würzburgs brasilianischem Partnerbistum Óbidos berichtete über die Situation der Gemeinden in seiner Diözese. Agraringenieur Jürgen Unsleber und Wolfgang Scharl gaben einen Einblick in die Komplexität des weltweiten Sojaanbaus. Dabei forderte der Landvolkseelsorger und FIMARC-Präsident unter anderem die Stärkung der familiären Landwirtschaft und ein Ende des Diktats der Gewinnmaximierung: „Wir dürfen Lebensmittel nicht vorrangig als Waren ansehen, sondern als Mittel zum Leben.“ Auch der Verbraucher habe Macht, indem er bewusst einkaufe – fair, regional, saisonal und nachhaltig.

Bei der Aussendungsfeier im Würzburger Dom war Wolfgang Scharl ebenfalls dabei. Bischof Franz sandte die Beteiligten zu den Eröffnungsgottesdiensten in Stockstadt, Hammelburg, Biebelried und Hofheim aus. Der Landvolkseelsorger bekam das Adveniat-Tuch sowie Maispflanzen und -samen mit auf den Weg. Diese stehen für die Erde, die Schöpfung und die Verantwortung der Menschen, damit Leben möglich ist und bleibt.

Walter Sauter/mit Material der Pressestelle (POW)

 

Weiterführende Links:

Zu den Berichten und Bildern der Pressestelle
https://pow.bistum-wuerzburg.de/

Inhaltliche Auftaktveranstaltung am Samstag im Burkardushaus (KLB-Beitrag von Minute 33:48 bis 41:48)
https://www.youtube.com/watch?v=VxvU9ebCBvI&t=19s 

Aussendungsfeier am Samstag Abend im Dom:
https://www.youtube.com/watch?v=Ole32cc4RFs&feature=emb_logo 

Gottesdienst Hofheim:
https://www.domradio.de/video/pontifikalamt-zur-bundesweiten-eroeffnung-der-adveniat-weihnachtsaktion-2020 

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